Gedanken über Gott und die Welt:

Oben angekommen, Gipfelglück. Über Kreuz. Das verbindet! Gibt Kraft und Auferstehendes... (Foto: Dmitry Molchanov/ Shutterstock)
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Freundschaften: Festhalten! Und gemeinsam Kraft, Liebe und anderes Befreiendes erleben…

Ein guter Freund, eine gute Freundin. Wer wünscht sich das nicht! Gerade in dieser Zeit. Zum Thema Freundschaft habe ich mit Jugendlichen gesprochen, die sich in unserer evangelischen Stadtkirche auf ihre Konfirmation im neuen Jahr vorbereiten. 

Wo bin ich das? Ein guter Freund, eine gute Freundin. Für andere. Viele Werte und Begriffe haben die 13-jährigen genannt. So zum Beispiel: „Ich bin anderen ein guter Freund wenn ich einfach mal zu höre, wir Spaß haben und wenn jemand traurig ist, ich helfen kann“. 

Und das in guten Zeiten genauso wie in schlechten Zeiten. In  Höhenflügen genauso wie in Tiefs und noch tieferen Abstürzen. Ob seelisch, körperlich, geistig oder mental. Zuwendung, das können wir alle gut gebrauchen. Ungeteilte Aufmerksamkeit, auch in den so genannten sozialen Netzwerken. Ich spüre, dass die Jugendlichen das suchen. Sie sehnen sich nach einem tieferen Sinn in ihrem Leben, einem festen Halt. Freundschaft, ein Lachen, das verbindet.

Was macht Sie, liebe Lesende, lebendig?

Wo spüren Sie diesen Wunsch nach Freundschaft besonders? Und wo erleben Sie so etwas wie Befreiung, Vergebung, Zuwendung? Wir suchen das, analog genauso wie digital.Ich spüre es den Jugendlichen ab, die Stunden lang am Tag mit ihrem Smartphone beschäftigt sind. Ich nehme wahr. Ihren Wunsch, zu vertrauen, ehrlich zu sein, ohne Filterfunktion von einem Instagram-Profil in den schillerndsten Farben.

Und ich beobachte dieses Geheimnis, sogar dann gemeinsam zu lachen, wenn es, oberflächlich betrachtet, gar nicht so viel zu lachen gibt. Das verbindet. Und es macht uns stark in den Momenten, wo wir uns, ehrlich betrachtet, schwach fühlen. Das wünsche ich Ihnen und uns allen, eine neue Ehrlichkeit, im Leben wie im Sterben. Jesus Christus hat einmal gesagt, dass seine Kraft in den Schwachen mächtig ist. Für mich ein wunderbares Bild von Freundschaft. Ein Bild, was auch tragen kann in all der digitalen Bilderflut, Likes und Kommentaren im Netz. Die Jugendlichen, mit dem ich gesprochen habe, haben mir gesagt, dass sie das manchmal übermächtig, sie sich ohnmächtig fühlen. Diese biblischen Gedanken führen uns in eine andere Welt. Wo ich neu anfangen kann zu leben und mich zu verbinden mit dem was trägt.

Verbinden mit dem was trägt

Das wünsche ich Ihnen, auf dem Weg auf Weihnachten zu. Wo sich Gott in Jesus uns gezeigt hat. Mit all seiner Menschlichkeit, Zuwendung und Ehrlichkeit. Der Apostel Paulus hat Jesus selbst nie gesehen, aber er spürte dieser Botschaft Jesu nach, mit guten Freunden im Gespräch: „Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (2. Kor. 12,9). Gnade. Für mich ist das ein wunderbares Bild, mit dem wir wieder neu aufstehen, aufstehen können. 

Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft! Und Gnade. Und gute Freunde mit denen sie sogar dann lachen können selbst wenn sie gerade nichts zu lachen haben. Fangen wir damit an! 

Geistlicher Impuls, veröffentlicht im SÜDKURIER, Regionalausgabe für Konstanz (13.11.2021)

Artikelbild: Dmitry Molchanov/ Shutterstock

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